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Dabei zwinkert sie mit dem nicht geschwollenen Auge Sky zu, der anerkennend einen Daumen hoch hält. Auch Slash gratuliert ihr zum Sieg und klopft ihr auf die Schulter. Sie muss die Zähne zusammenbeißen, um nicht vor Schmerzen aufzuschreien. Das ist nämlich genau die Stelle, die er vorhin mit der harten Faust getroffen hatte und die morgen aussehen wird wie zerquetschtes Pflaumenmus. »Gut gemacht, Loreen. Das war’s für heute. Du kannst mit Sky gehen. Er wird dir bei den theoretischen Sachen helfen.«Slash wendet sich bereits zu den Waffen, als Sky wieder von seinem Zuschauerplatz hüpft. »Hey Kumpel, du hast gesagt, ich darf ihr auch alles über Pfeil und Bogen beibringen.«»Klar kannst du das. Aber ich bezweifle, dass sie heute noch trainieren kann, geschweige denn einen Bogen oder von mir aus ein Besteck halten. Aber versuch dein Glück.«(Loreen)
Martina Riemer
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»Es bringt nichts, wenn du in deinem Leben immer nur auf Zehenspitzen herumgehst. Du musst auch etwas riskieren, um etwas zu bekommen. Warum glaubst du, mache ich immer einen Scherz und versuche gut gelaunt zu sein? Eben weil wir nicht viel Zeit haben, weil wir uns nicht den Luxus leisten können, mit unserer Zeit verschwenderisch umzugehen. Und wenn sie schon begrenzt ist, dann sollten wir sie so gut es geht nutzen, Spaß haben und das Beste aus ihr herausholen. Ich habe auch schon zu viele sterben sehen. Aber weißt du, an was ich mich nach all den Jahren am besten erinnern kann, wenn sie schon lange fort sind? An die guten, an die lustigen, an die schönen Dinge. Wenn wir gemeinsam Spaß hatten und Unfug getrieben haben. Das ist es, was wichtig ist und was bleibt. Daher ist das meine Devise: zu leben im Hier und Jetzt – voll und ganz.«
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Das Sterben ist nicht friedlich, kein schöner Anblick, wie es in Serien oder in Büchern dargestellt wird. Der Tod ist grausam, kommt viel zu früh und nimmt die Falschen mit. Er ist nicht schmerzlos, egal wie man stirbt, und auch nie umsonst, denn er kostet das Leben und beraubt einen um die gemeinsamen, glücklichen Stunden wie ein gerissener Dieb, der kein Erbarmen hat
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Grimmig verdrängt sie Slashs Abgang und dreht sich zu ihrem neuen Lehrer um. »War es denn nötig, dass du ihn auf die Palme bringst?«Sein Grinsen wird so breit, dass sie glaubt, seine gesamten Zähne zu sehen. »Ja. Ich muss sagen, es hat mir Spaß gemacht.«Dabei klingt er wie ein kleiner Junge, der gerade über ein neues Spielzeug berichtet, das er gewonnen hat.»Das heißt, ihr zwei könnt euch nicht leiden und du wolltest deine Scherze mit ihm treiben?«Nun blickt er sie empört an. »Aber nein, ich mag Slash. Trotzdem finde ich es witzig, ihn etwas zu erhitzen, wie man so schön sagt. Einmal haben Sky und ich sogar gewettet, wer ihn zuerst zum Ausrasten bringen kann.« Bei seinen Worten lacht er schallend, führt seine Erinnerung aber nicht näher aus.»In der Zwischenzeit haben wir eine Strichliste, um unsere Anzahl hin und wieder zu vergleichen.«»Das ist ein Scherz, oder?«Melo zuckt feixend mit den Schultern. »Er braucht das. Ein wenig Feuer und Aufregung tut unserem Slash ganz gut.«
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»Komm schon, wie lange willst du noch ›Kleiner‹ sagen? Wir wissen beide, dass Adonis, Gott, Riese, Gebieter … besser passen – such dir eines davon aus, ist dir überlassen.«
